Nur ein etwas Schnee im Februar


7. Februar 2021
Nun ja, über Nacht hatte es – wie zuvor schon angekündigt – geschneit und der Schnee blieb noch etwas länger liegen. Nicht so wie neulich, als schon am Nachmittag der Schnee wieder von den Bäumen verschwinden war. Also wurde der Sonntags-nachmittags-nach-dem-Essen-Spaziergang in das Bossental gelegt, um es zumindest einmal im Schnee zu fotografieren, und dann sind meine Frau und ich längs der Fulda Richtung Endstation Linie 7 gegangen. Da einerseits meine Frau von dort aus zurückfahren wollte und zum zweiten die Straßenbahn dort nur noch etwa vier Minuten bis zu Abfahrt stand, war noch Zeit, Richtung Landhaus Meister zu gehen und in Höhe der Einmündung der Wolfsangerstraße, ohne viel Wartens, eine Straßenbahn mal richtig im Schnee zu fotografieren:
TW 656 in der Fuldatalstraße
Da die Straßenbahnen an der Haltestelle „Am Fasanenhof“ kreuzen, kam auch gleich der Gegenzug:
TW 658 in der Fuldatalstraße beim Landhaus Meister

8. Februar 2021
Nun ja, es blieb nicht bei dem bischen Schnee wie am Vortag. Nachdem ich vor und nach dem Frühstück je etwa 65-70 m Weglänge Schnee händisch zur Seite geschafft hatte, (die beauftragten Räumdienste waren mal wieder nicht erschienen), hatte ich mich entschlossen, mir die Schneelandschaft/Schneechaos – je nach Betrachtungsweise - mal näher anzusehen. Die von mir üblicherweise genutzte Endhaltestelle sah so aus:
Straßenbahnkehre Ihringshäuser Straße am Morgen des 8. Februars 2021 gegen 9:14 Uhr
Man beachte die Feinheiten der Vorgehensweise der Stadtreiniger:
  • Für die Busse, die die nächsten acht Tage nicht fuhren, wurde die Fahrbahn geräumt, dagegen nicht die auch von Bussen befahrene Ihringshäuser Straße.
  • Dagegen wurde die Einfahrt für die Busse aus Ihringshausen nicht geräumt. Dies fuhren allerdings schon früher wieder.
  • Die Haltestellenfläche ist nicht geräumt worden.
  • Der zugehörige Gehweg längs der Ihringshäuser Straße wurde selbstverständlich in keinster Weise geräumt. Dies überließ man der Schneeschmelze in der folgenden Woche …
Weiter unter in der Ihringshäuser Straße sah es auch nett aus. Man beachte, wie schön sauber und weiß die Straßen aussehen können, wenn kaum Autos unterwegs sind und auch die Stadtreiniger noch nicht tätig geworden sind:
Ihringshäuser Straße zwischen Mörickestraße und Eisenschmiede am 8. Februar 2021 gegen 9:23 Uhr
Der nächste Geniestreich der Stadtreiniger war dann in der Eisenschmiede zu bewundern: man hatte sich wirklich Mühe gegeben, die sauber und breit geräumten Zugänge zum Zebrastreifen über die Mönchebergstraße und zur Haltestelle Simmershäuser Straße durch einen Straßenschneepflug mit Schnee zu blockieren. Anhalten, Aussteigen und wieder Freischippen nur für das blöde Pack von Fußgängern war wohl nicht zumutbar. Da ich irgend etwas im Vereinsheim wollte (vielleicht eine Kontrolle: hast Du die Heizung im Vereinsheim am Sonnabend abgestellt?), führte mich mein nächster Weg zum Hauptbahnhof. Dort fand ich im tiefer gelegten Bahnhofsteil fünf Regiotrams zu einer Dienstbesprechung versammelt:
im Hauptbahnhof abgestellte Regiotram-Triebzüge am 8. Februar 2021 Ein paar Gleise weiter standen sich einige Cantaten die Radlager in den Fahrzeugbauch:
427 644 etc. und 427 139 etc., daneben ET 428 129 im Kasseler Hauptbahnhof am 8. Februar 2021
Deren Bartwuchs hatte in der Abstellzeit enorm zugenommen:
Kupplung am 428 124, aufgenommen am 8. Februar 2021
Nachdem das anstehende Dienstgeschäft im Vereinsheim abgewickelt war, habe ich mich weiter zu Fuß über die Kölnische Straße zur Tannenwäldchenbrücke bewegt. Von dort war dem Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs deutlich anzusehen, dass wohl außer dem Regionalexpress nach Frankfurt (zu diesem hatte ich zuvor eine Ansage gehört) kaum etwas fuhr:
Gleisvorfeld des Kasseler Hauptbahnhofs von der Tannenwäldchenbrücke um 11:10 Uhr
Ich bin danach den Schneetrampelpfad an der Tannenstraße (wo kämen wir denn hin, wenn die Stadtreiniger umgehend die Fußwege räumen würden?) zur Kölnischen Straße zurück und dann neugierigerweise die Querallee runter bis zu Friedrich-Ebert-Straße gegangen. Die dortige Kreuzung sah ich so:
Kreuzung Querallee – Friedrich-Ebert-Straße - alle auf der Kreuzung befindlichen Autos hatten sich festgefahren, zudem kurzfristig noch ein Rechtsabbieger, der aber mit Schiebehilfe durch Fußgänger dann doch noch die Kurve gekriegt hatte.
Von der Queralle aus bin ich dann zu Fuß über Königsstraße, Weserstraße und Ihringshäuser Straße nach Hause gegangen – ÖPNV war ja nicht.

9. Februar 2021
Mal sehen, was die Aufräumungsarbeiten machen - ab morgen soll(t)en ja lt. KVG die Straßenbahnen wieder fahren. Das war das Motto des Vormittags. Wenn ich mich recht entsinne, waren die Bahnsteige in der Kehre Ihringshäuser Straße bereits geräumt. Jedoch – und daran erinnere ich mich genau – war trotz geräumter Bahnsteige der nordöstliche Zugang noch nicht geräumt worden. An der Westseite war nach Stadtreinigerart der Schnee beseitigt worden, halt so, wie es mit dem Räumfahrzeug am bequemsten war, aber nicht, wie es sinnvoll gewesen wäre: der direkte und einfach zu bearbeitende Weg zur Fußgängerampel war ignoriert worden. Ich aber bin die Ihringshäuser Straße hinunter und über die Weserstraße zum Altmarkt gegangen. Am Katzensprung stand ein LKW der Städtischen Werke, der wohl Schnee laden sollte und es auch gemacht hatte, denn ein Teil der Straßenbahntrasse im Bereich der Haltestelle war geräumt. Allerdings war es ein So-da-rum-LKW, denn er stand mit ausgefahrenem Baggerausleger nur so da rum, weil der Kran mit dem Ausleger und der Baggerschaufel dem Augenschein nach in der oberen Endstellung stecken geblieben war. Eine Wegfahrt zwecks Schneeentsorgung war somit ohne weiträumiges Abräumen der Fahrleitungsaufhängung nicht möglich…
Havarierter Schneetransport am Katzensprung Am Altmarkt waren die Stadtreiniger mit LKW, Radladern und zwei Schneepflügen im Einsatz, die die Haltestelle freizulegen:
Radlader der Stadtreiniger am Altmarkt
Zuvor war aber die Kurt-Schumacher-Straße zu queren gewesen. Der Fußgängerüberweg war ja an sich perfekt frei geräumt und bestens benutzbar – wenn sich nicht in dem Augenblick ein Stadtreinigerchen entschlossen hätte, sich mit seinem Schneepflug blindlings fahrend auf dem Überweg fortzufahren, da der zu räumende Schneehaufen etwas zu groß für sein Fahrzeug war (vor dem Rückwärtsfahren zur Seite oder nach hinten schauen war wohl nicht drin). Der Überweg war somit trotz Grünphase unbenutzbar. Dafür stand ich dann vor den mittlerweile heranfahrenden Autos auf der Fahrbahn der Straße… Nun gut – der erste Autofahren hat so angehalten, dass ich dann noch den einige Meter entfernten Durchlass für die Radfahrer erreichen konnte. Am Lutherplatz war übrigens eine Privatfirma im Räumeinsatz; dort wurde sogar noch mit der Hand gearbeitet:
Schneeräumung bei der Haltestelle Lutherkirche
Ich bin dann über den Königsplatz...
Königsplatz am 9. Februar 2021 gegen 9:40 Uhr
… und die Kölnische Straße zur Tannenwäldchenbrücke gegangen. Dort war fast genauso wenig wie gestern los; immerhin kam – wohl aus Richtung Bad Wildungen - ein Desiro (Baureihe 642) mit dem Zielbahnhof „Nicht einsteigen“ vorbei. Die Strecke nach Eichenberg hingegen und die daneben liegende Abstellgruppe hatten seit längerem keinen fahrenden Zug mehr gesehen:
Blick von der Tannenwäldchenbrücke nach Nordwesten, gegen 10:30 Uhr aufgenommen.
Bei der Tannenwäldchenbrücke zeigte sich wieder einmal, dass die Arbeitsweise der Stadtreiniger an der eigenen Bequemlichkeit orientiert ist, aber nicht am Kundenbedarf: der Bürgersteig, auf dem ich stand, war geräumt, aber nur bis zum Ende der Brücke. Normalerweise müsste man dort die Fahrbahn kreuzen, um dann den Fußweg auf der anderen Seite Richtung Kölnische Straße zu benutzen. Die Stadtreiniger hatten dementsprechend auch der Zugang zur Fahrbahn frei gelegt. Allerdings ist wohl der Gedanke, dass ein Fußgänger, wenn er auf einer Seite die Fahrbahn betritt, diese auf der anderen Seite auch verlassen muss, für einem autofahrenden Stadtreiniger vollkommen fremd und absurd. Denn selbstverständlich waren weder der Zugang zum Fußweg auf der anderen Seite noch letzter selbst geräumt. Erwarteten die Stadtreiniger hier etwa, dass eine Oma mit Rollator über eine halbmeterhohen Schneewall springt?
Blick von der Haltestelle Berlepschstraße Richtung Bergpark Wilhelmshöhe – mit Schloss und Herkules
Der Rückweg nach Hause war dann leider etwas beschwerlich: auf Grund eines (später vom Orthopäden festgestellten) Fersensporns, der Unebenheiten wegen (meistens) nicht geräumter Gehwege sowie der wohl insgesamt ca. 30 km begangener Strecke in den beiden letzten Tagen traten erhebliche Fußschmerzen in der linken Ferse auf, die mich dann zu einigen Tagen relativer Ruhe und später auch Arztbesuchen zwangen.

13. Februar 2021
Immerhin habe ich es an diesem Tage geschafft, wieder zum sonnabendlichen Nachmittagseinsatz in das Vereinsheim zu kommen. Der Hinweg erfolgte wieder zu Fuß, diesmal wegen der Fersenprobleme unter Zuhilfenahme eines richtigen massiven Wanderstocks (gelobt sei der Wanderstockmacher aus Lindenwerra!) und auf dem kürzesten Weg, d.h. durch die Unterführung am Holländische Platz. Die dortige Tunnelrampe vor der Hauptpost war unfreundlicherweise von den Stadtreinigern übersehen worden. Auch in den nächsten Tagen ist dort nicht gereinigt worden, was dann zu größeren Blankeisflächen im untersten Teil führte. Naja, es reicht ja wohl aus, wenn man die Fahrbahnen der Autos in mehreren Behandlungsgängen besenrein hinbekommt – für das blöde Pack von Fußgängern sollte man lieber nicht übertrieben tätig werden. Den Rückweg zu Fuß habe ich mir dann doch nicht zugetraut. Jedoch gab es mittlerweile wieder eine Alternative, die ich dann auch genutzt habe: per Cantus nach Ihringshausen und dann mit einem fast perfekten Anschluß (nur wenige Minuten Wartezeit) per Bus von der Haltestelle Weddel/Bahnhof Ihringshausen zur Ihringshäuser Straße. Per Straßenbahn war letztere ja immer noch nicht erreichbar.

14. Februar 2021
Kleiner Sonntagsspaziergang mit der Ehefrau. Auf dem Rückweg stellten wir an der Ihringshäuser Straße in Höhe der Stifterstraße fest, dass hier heute – oh Wunder – offensichtlich eine Straßenbahn gefahren war: blanke Schienenköpfe und leere Schienenrillen. Als wir dann an an der Kehre waren und – weil der Gehweg hier natürlich auch in der letzten Woche nicht von den Stadtreinigern geräumt worden war - auf der geräumten Straßenbahntrasse um die Ecke gehen wollten, kam doch tatsächlich etwas von hinten leise an:
N8C Nr. 520 auf Räumfahrt (Trasse der Linie 6) in der Kehre Ihringshäuser Straße)
N8C Nr. 520 bei der Ausfahrt aus der Kehre Ihringshäuser Straße)

15. Februar 2021
Nun ja, zwar war meine linke Ferse immer noch desolat, andererseits muss man natürlich auch die Gelegenheit wahrnehmen, Eisenbahnen im Schnee zu fotografieren, solange es den Schnee gibt. Wie und wo löse ich diesen Konflikt? Mir kam dann die Idee, sich an die Edertalbahn Wabern – Bad Wildungen zu bewegen. Dort gibt es erfahrungsgemäß gute Fotogelegenheiten dank parallel verlaufende Wanderwege an fast der gesamten Strecke. Zudem fehlen in meiner Sammlung noch vernünftige Fotos zum Betrieb mit der Baureihe 642; alle Vorgänger ab Baureihe 216 und Schienenbuszeiten hatte ich bereits dokumentiert. Der NVV machte auch gleich einen recht günstigen Vorschlag zur Anreise: mit dem Bus ab Kehre Ihringshäuser Straße zur Haltestelle Weddel/Bahnhof Ihringshausen, dann mit dem Cantus zum Hauptbahnhof Kassel und nach etwa einer Viertelstunde weiter mit der Hessischen Landesbahn nach Wabern. Den zweitrangigen ÖPNV (den Bus) habe ich mir allerdings verkniffen und bin zu Fuß zum Bahnhof gegangen, von dort aber dem Reisevorschlag gefolgt. Zwar wollte mich der Zugbegleiter der HLB zu einer Fahrt in der ersten Klasse überreden. Da ich aber meinen Sitzplatz ausgangsoptimiert gewählt hatte, habe ich auf das Angebot verzichtet und stellte dann in Wabern fest, dass die Treppe auf dem Bahnsteig wirklich unmittelbar neben der Tür lag. Die Erfreulichkeiten setzten sich fort: alle Wanderwege außerorts waren sauber planiert und bereiteten auch dem Fußkranken keinerlei Schwierigkeiten. In den Orten sah es allerdings teilweise deutlich anders aus. Die Fotoausbeute des Tages war recht ansehlich, zumal ich wegen meiner Fersenprobleme an passenden Stellen länger pausiert hatte:
RE 23107 Kassel – Bad Wildungen bei der Ausfahrt aus Wabern; mit einem Objekt für „Kilometerstein-Klaus“
642 199/699 als RBN 23119 Bad Wildungen – Kassel bei der stillgelegten Kies-Verladeanlage nächst Fritzlar.
624 649/149 als RB 23111 Kassel – Bad Wildungen bei Ungedanken.
Mit dem Gegenzug zum letzten Bild bin ich bei einsetzendem Eisregen nach Kassel zurück gefahren (diesmal wirklich erste Klasse). Im Vorfeld des Hauptbahnhofs wollte ich dann das nachfolgende Objekt der Begierde fotografieren:
111 222-6 der Rail Adventure; aufgenommen von der Bus-Kehrschleife aus.
Allerdings bin ich beim ersten Versuch, den Bahnhof zu verlassen, gleich wieder umgekehrt und habe mir Spikes unter meine Schuhe geschnallt. Das Thema „Blankeis auf Gehwegen“ war damit erledigt. Die entstandene Verzögerung ermöglichte es mir zudem , eine Cantus-Garnitur bei der etwas geräuschvollen Abfahrt nach Fulda zu fotografieren:
ET 151 der Cantus [= 1442 651-4] bei der Ausfahrt aus dem Kasseler Hauptbahnhof; der Pfeil weist auf das „vierte Spitzensignal“ gaanz oben hin.

16. Februar 2021
Am Morgen hatte ich einen Termin in der Friedrich-Ebert-Straße, zwischen den Haltestellen Karthäuserstraße und Annastraße. Dorthin kommt man – insbesondere bei schadhaften Laufwerk, wie bei mir – am besten mit der Straßenbahn, mit Umsteigen am Rathaus (oder Königsplatz oder …). Sollte man denken. Leider hatte die nachfolgende Vier die Ausschilderung „Druseltal über Weigelstraße“ – war also nicht zu gebrauchen. Dafür kam vom Weinberg her ein Einsatzwagen mit einem Fahrtziel im Westen, von dem man vernünftigerweise annehmen konnte, er würde über die Friedrich-Ebert-Straße fahren, denn anders geht das ja nicht. Diesen habe ich mit beschleunigtem Humpeln an der Haltestelle Fünffensterstraße/Rathaus gerade noch so erreicht, dass ich im Wagen die Durchsage hörte, man würde eines Unfalls wegen jetzt über Scheidemannplatz und Königsstraße Richtung Wilhelmshöhe fahren. Was sagt man dazu: [Platz für unflätigen Fluch]. Nun ja, also wieder raus. Beim Zahnarzt telefonisch eine Verspätung angekündigt. Und zu Fuß weiter gegangen – dabei festgestellt, dass tatsächlich wohl querab von der Kaufburg zwei Autofahrer versucht hatten, dasselbe Stück Fahrbahn im Bereich der Schienen zu benutzen. Wer meint, danach liefe alles besser, täuscht sich aber: als ich von der Zahnreinigung kommend wieder auf die Friedrich-Ebert-Straße trat, bot sich mir folgendes Bild:
durch einen Falschparker blockierter Straßenbahntriebwagen in der Friedrich-Ebert-Straße.
Immerhin drei Straßenbahntriebwagen, jeder von einer anderen Linie standen da. Und warum? Ein Mercedesfahrer, der einfach mal zum Arzt musste, hatte nicht nur die Radspur zum Parken genutzt, sondern dies sogar so, dass der Außenspiegel ins Profil der Straßenbahn ragte. Gab natürlich heftigen Anlass zum Hupen in den hinteren Rängen, weil die „blöde Straßenbahn“ die Friedrich-Ebert-Straße blockierte. Man beachte übrigens auch das perfekte Sperren der Kreuzung durch den MIV zwischen den beiden ersten Straßenbahntriebwagen. Und Ihr meint, das war alles? Nein. Die Polizei konnte das noch besser. Die kümmerten sich nämlich zu gleichen Zeit vernehmenderweise auf dem Bürgersteig der gegenüber liegenden Straßenseite um einen Mitbürger und hatten dafür ihren Einsatzwagen am rechten Rand des Mittelstreifens geparkt, halb auf diesen rauf gefahren. Daher blieb ein haltender Triebwagen in der Haltestelle Karthäuserstraße stecken. Dies fiel den falsch parkenden Vollzugsbeamten erst auf, als im Stau hinter der Straßenbahn ein Krankenwagen mit Blaulicht stand und nicht recht weiter konnte...

20. Februar 2021
Zum Schluss nochmal das Thema „Stadtreiniger“: da anzunehmen war, dass auch kritische Straßen jetzt schneefrei seien, bin ich zum Sonnabenddienst im Vereinsheim per Fahrrad gefahren, hinzus über den Entenanger (wegen der ersatzlosen Sperrung des Tunnels am Holländischen Platz) und zurückzus über die Giesbergstraße. Dabei wurde wieder die Abneigung der Stadtreiniger gegen Radfahrer offensichtlich: der größte noch vorhandene Schneehaufen von der Straßenreinigung in der Giesbergstraße lag genau vor der Einfahrt in die Durchfahrt zur unteren Königsstraße. Nein - nicht zwei Meter davor und nein - auch nicht zwei Meter dahinter -, sondern dezimetergenau davor. Gelobet seien die Stadtreiniger!
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Dr. Ullrich Huckfeldt, Eisenbahnfreunde Kassel e.V., im März 2021