Kassel - Waldkappel ( - Eschwege)

Die Region östlich von Kassel, vornehmlich der Ort Großalmerode, sollte ursprünglich durch die Halle- Casseler Bahn erschlossen werden. Nachdem man für diese Relation aber die Trassierung über Hann- Münden gewählt hatte, sollte eine weitere Strecke Cassel- -Helsa-Wickenrode-Großalmerode gebaut werden. Ausgangspunkt wäre der Bahnhof Unterstadt geworden. Diese Planungen wurden nicht realisiert. Vielmehr baute man über Bettenhausen-Helsa- Hessich Lichtenau eine Bahn , welche in Waldkappel Anschluß an die Berlin-Koblenzer Bahn (Kanonenbahn) bekam. Ab 15. März 1880 konnten die Züge durchgehend von Wilhelshöhe nach Waldkappel fahren.

km
Station
0 Kassel Hbf
3 Kassel- Kirchditmold
4 Kassel- Wilhelmshöhe
7 Kassel- Niederzwehren
9 Kassel- Waldau
12 Kassel- Bettenhausen
16 Papierfabrik
19 Niederkaufungen
21 Oberkaufungen
26 Helsa
30 Eschenstruth
32 Fürstenhagen
nach Glimmerode 35 Hessisch- Lichtenau
nach Großalmerode- Eichenberg, nach Hirschhagen, nach Epterode 40 Walburg
45 Hasselbach
47 Harmuthsachsen
nach Malsfeld 50 Waldkappel
55 Bischhausen
57 Oetmannshausen
59 Reichensachsen West
61 Niddawitzhausen
nach Bebra und Eichenberg 63 Eschwege West
65 Ober- Niederhohne
nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt 66 Eschwege
Erster Bahnhof nach Verlassen des Hbf. war Kassel-Kirchditmold. Im Empfangsgebäude aus den 20er Jahren hatten lange Zeit die Eisenbahnfreunde Kassel (EFK) ihr Domizil.
So ähnlich sahen die letzten Züge auf der KBS522 aus. Bei diesem Zug handelt es sich allerdings um den Personalzug vom AW Kassel zum Bhf Wilhelmshöhe. Wegen der Bauarbeiten dort wurde das Wenden des Zuges nach Niederzwehren verlegt. Hier kommt die Leergarnitur zurück und passiert den Park Schönfeld.
043 085 müht sich mit der abendlichen Übergabe die Steigung von Niederzwehren nach Wilhelmshöhe hinauf. Dieses Bild wurde von John Price Anfang der 70er Jahre aufgenommen.

In Niederzwehren besteht ein Anschluß zum Kraftwerk Kassel . Der Anschluß zur Waggonfabrik Crede ist heute kaum noch zu erkennen.

Die Fuldabrücke mit einem Übergabezug im Jahr 1990.

In Bettenhausen überquert das Anschlußgleis zum Hafen die vielbefahrene Leipziger Straße. Auch die Gleise der Straßenbahn werden dabei gekreuzt. Im Hintergrund sieht man die Baustelle des Straßenbahn- Betriebshofes Sandershäuser Straße. Aufnahme vom 15. Juni 2001.

Früher begann in Bettenhausen auch die Söhrebahn nach Wellerode.

Ein Zug der Linie 8 hat soeben die Wendeschleife "Papierfabrik" verlassen und wartet an der gleichnamigen Haltestelle auf die Abfahrt Richtung "Hessenschanze". Im Hintergrund rangiert 294 237 im Anschluß "Hackländer". Am linken Bildrand erkennt man die Weiterführung der Strecke nach Ober/Nieder-Kaufungen und Helsa. Aufnahme vom 15. 06.2001.

Bahnhof Oberkaufungen 2001: Ausfahrt eines achtachsigen Gelenktriebwagens Richtung Kassel. Rechts das alte Empfangsgebäude.
Die neue Haltestelle Oberkaufungen am 15.06.2001

Eine bunte Garnitur hat 216 222 am 2.10.1980 am Haken, hier aufgenommen zwischen Oberkaufungen und Helsa.

Die "Casseler Basaltindustrie" betrieb bis 1961 in Helsa ein ausgedehntes, elektrisch betriebens Feldbahnnetz.

Hessisch Lichtenau ist der Endpunkt der Strassenbahn. Sie fährt ins Zentrum, der abseits gelegene "Bundesbahnhof" wird nicht mehr im Personenverkehr bedient. Die nahegelegene Blücherkaserne ist aufgegeben.

Das läßt das Herz aller Museumsbahner höher schlagen: alter Preusse. abgestellt in Walburg ( 15. Juni 1980).

Die letzte Fahrt eines Heizkesselwagens: nach langer Abstellzeit in Walburg geht es nun zum Verschrotten nach Hirschhagen. Der von einer 290 gezogene Zug hat in Walburg die Waldkappler Bahn verlassen und fährt über Velmeden und Rommerode in den Wald zum Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik.

Bei Oetmannshausen wird die Nord-Süd-Strecke erreicht. Der Flirt hat gerade den Bahnhof Reichensachsen Richtung Sontra verlassen. An der Eschweger Bahn gab es entsprechenden den Haltepunkt Reichensachsen West. In Eschwege West waren beide Strecken dann miteinander verküpft.
Die Nebenbahngleise lagen 30 Jahre unbenutzt unter Büschen und Bäumen- damit hat es nun ein Ende. Für den Bau des Autobahnanschlusses "Eschwege" wird dieser Bereich vollständig umgebaut. Das Bild entstand am 7. August 2015.


Literatur zum Thema:

Links zum Thema:


Volker Credé, Mai 2006